Baumwolle ist eine der beliebtesten Textilfasern. Dafür gibt es verschiedene Gründe. Baumwolle ist weich, pflegeleicht, strapazierfähig, feuchtigkeitsabsorbierend und erschwinglich. Demgegenüber steht, dass Baumwolle ziemlich knitteranfällig ist. Es kann also eine echte Aufgabe sein, Kleidung richtig zu pflegen. Nachfolgend finden Sie sieben praktische Tipps, um Ihre Baumwollkleidung länger schön zu halten:
1. Neue Kleidung zunächst separat waschen
Überprüfen Sie bei neuer Baumwollkleidung immer zuerst die Farbechtheit. Reiben Sie mit einem feuchten weißen Tuch über eine unauffällige Stelle des Stoffes. Bleibt Farbe am Tuch haften, ist der Stoff nicht farbecht. Waschen Sie dieses Kleidungsstück dann immer separat oder zusammen mit ähnlichen Farben.
2. Baumwolle schonend waschen
Die meisten Baumwollkleidungsstücke können Sie problemlos im Baumwollprogramm Ihrer Waschmaschine waschen. Dieses Programm spült gründlich und schleudert stärker, sodass Ihre Kleidung gut sauber wird.
Möchten Sie Ihre Kleidung länger schön halten? Wählen Sie dann ein mildes Baumwollprogramm oder ein Schonprogramm mit niedrigerer Schleuderdrehzahl. Das ist etwas schonender für die Fasern und hilft, Passform und Farbe besser zu erhalten.
Drehen Sie Ihre Kleidung vor dem Waschen auf links. So schützen Sie die Außenseite vor Reibung, Verfärbung und Abnutzung. Beachten Sie außerdem folgende Punkte:
- Wählen Sie eine nicht zu hohe Schleuderdrehzahl:
- < 600 U/min für feine oder farbige Baumwollkleidung.
- 800–1000 U/min für Hemden, Poloshirts, Pullover und ähnliche Kleidungsstücke.
- 1200–1400 U/min für Handtücher und Bettwäsche.
- Verwenden Sie ein mildes Waschmittel und vermeiden Sie Weichspüler.
- Füllen Sie die Trommel maximal zur Hälfte, damit sich die Kleidung frei bewegen kann.
Achtung: Nasse Kleidung, die zu lange in einer geschlossenen Trommel liegen bleibt, beginnt schnell muffig zu riechen. Nehmen Sie Ihre Wäsche daher direkt nach dem Waschgang aus der Maschine. So bleibt Ihre Kleidung frisch und in Top-Zustand.

3. Die richtige Temperatur einstellen
Obwohl Baumwolle gut höhere Temperaturen verträgt, ist es wichtig, auf das jeweilige Kleidungsstück zu achten. Nicht jedes Baumwollteil kann (oder sollte) bei der gleichen Temperatur gewaschen werden. Die ideale Einstellung hängt vom Kleidungsstück, der Farbe und dem Verschmutzungsgrad ab. Prüfen Sie daher immer zuerst das Pflegeetikett – dieses ist maßgeblich. Als allgemeine Richtlinie können Sie sich an Folgendem orientieren:
- 30 °C
Geeignet für feine oder farbintensive Baumwollkleidung sowie leicht verschmutzte Teile. So bleibt die Farbe länger schön und unnötiger Verschleiß wird vermieden. - 40 °C
Die beste Temperatur für Hemden, Poloshirts und Pullover. Sauber, farbschonend und formbeständig. Der Goldstandard. - 60 °C
Nur verwenden, wenn das Pflegeetikett es erlaubt. Geeignet für stark verschmutzte Baumwollkleidung. Weniger empfehlenswert für feine oder farbige Stoffe. - 90 °C
Dieses Programm ist hauptsächlich für Unterwäsche, Socken und Handtücher gedacht. Nur verwenden, wenn es das Etikett angibt.
Im Zweifelsfall wählen Sie 30 oder 40 °C. Nehmen Sie Ihre Kleidung nach dem Waschgang sofort aus der Trommel und schütteln Sie sie kurz aus. So vermeiden Sie Falten und Ihre Kleidung bleibt länger in Form.
4. Auf Farben achten
Neue, stark gefärbte oder dunkle Baumwollkleidung kann beim ersten Waschen ausbluten. Waschen Sie diese daher separat oder verwenden Sie ein Farbfangtuch. Dieses nimmt überschüssige Farbe auf und verhindert Verfärbungen anderer Kleidungsstücke. Diese Tücher sind im Supermarkt erhältlich.
Waschen Sie farbige Kleidung am besten auf links. Das hilft, das Ausbleichen zu reduzieren. Verwenden Sie außerdem ein Waschmittel für Buntwäsche. Lassen Sie farbige Baumwollkleidung nicht in direktem Sonnenlicht trocknen, da dies zum Ausbleichen führen kann. Ein schattiger Platz ist besser geeignet.
5. Trockner sparsam verwenden
Ein Wäschetrockner spart Zeit, hat jedoch den Nachteil, dass Kleidung zerknittert herauskommt und bei zu hohen Temperaturen einlaufen oder sich verfärben kann. Außerdem führt er zu mehr Verschleiß. Wenn Sie den Trockner dennoch verwenden, wählen Sie eine niedrige Temperatur oder ein spezielles Baumwollprogramm.
Eine bessere Lösung ist es, die Wäsche nass auf einen breiten Kleiderbügel zu hängen, sodass die Schultern gut gestützt werden. Gehäkelt oder gestrickte Baumwollkleidung sollte liegend getrocknet werden, um ein Ausdehnen zu verhindern. Hängen Sie Kleidung vorzugsweise im Schatten auf (direkte Sonne lässt Farben verblassen).
Ziehen Sie Kleidungsstücke vor dem Aufhängen leicht in Form. Das reduziert Falten und erleichtert das spätere Bügeln. Das Trocknen an der Luft oder im Hauswirtschaftsraum ist zudem besser für die Umwelt und Ihre Kleidung.

6. Bügeln für ein glattes Ergebnis
Baumwolle gehört zu den angenehmsten Stoffen zum Bügeln. Einige Tipps:
- Bügeln Sie Baumwolle, solange sie noch leicht feucht ist. Für Hemden eignet sich eine Sprühflasche hervorragend.
- Verwenden Sie die Baumwoll- oder Dampffunktion Ihres Bügeleisens.
- Bügeln Sie dunkle oder farbige Kleidung auf links, um Glanzstellen zu vermeiden.
- Arbeiten Sie von oben nach unten (Kragen > Ärmel/Manschetten > Vorder- und Rückseite) und spannen Sie den Stoff.
- Ein sauberer, straff gespannter Bügelbrettbezug macht den Unterschied.
Noch wenig Erfahrung mit dem Bügeln? Kein Problem – mit Suitable bügeln Sie im Handumdrehen wie ein Profi! Für vielbeschäftigte Männer ist ein Handdampfer eine effiziente Alternative.
7. Ungewaschene Baumwollkleidung nicht in den Schrank legen
Ungewaschene Baumwollkleidung im Schrank aufzubewahren ist keine gute Idee. Schweiß, Hautfette und andere Flecken ziehen Motten und andere Insekten an, verursachen Gerüche und können sich dauerhaft im Stoff festsetzen. Lagern Sie Kleidung daher immer sauber, lassen Sie sie gut trocknen und lüften Sie Ihren Kleiderschrank regelmäßig.